«In a time of destruction, create something!" – Maxine Hong Kingston

 


Ein verbindendes Kunstprojekt

Nächste Termine 2025/26


Samstag, 21. Februar , 16:00 - 18:00 in Biel, Ort wird noch bekannt gegeben

Anmeldung gerne bis 5 Tage vorher (kurzfristige Anfragen sind aber möglich):

 [email protected] 

Die Runden finden ab 3 Anmeldungen statt.


"Trauern ist die Lösung, nicht das Problem."

– Chris Paul

Stitch by Stitch ist ein gemeinschaftliches Kunstprojekt, das sich mit der Verarbeitung von Trauer beschäftigt. Mein Herzensprojekt.

 

Alle Räume müssen von Zeit zu Zeit herausgeputzt werden. Sonst sammelt sich überall Staub an. Auch die Seele braucht Reinigung - Seelenhygiene. 

 

In unserer Gesellschaft hat Trauer kaum Platz. Es fehlen Rituale und Traditionen, um der Trauer Ausdruck zu verleihen und zu verarbeiten. Deshalb fühlen sich viele mit ihrer Trauer allein und sehen sie als Problem. Aber Trauer ist kein Problem. Trauer verspüren wir, wenn wir etwas verlieren, was uns am Herzen liegt. Eine Trennung, ein Jobverlust oder Krankheit können Trauer auslösen. Oder wir trauern um den Verlust der Artenvielfalt, um die im Krieg verlorenen Menschenleben oder uns macht ganz allgemein der Zustand der Welt traurig.

 

Dieses Projekt bietet die Möglichkeit, dich der eigenen Trauer zu widmen, ohne dich erklären zu müssen. Keine Trauer ist zu klein, um verstickt zu werden.

 

Wir treffen uns in einer kleinen Gruppe, und sticken zusammen in einer ruhigen und respektvollen Atmosphäre. 

Es braucht kein Vorwissen und kein Talent. Das Gestickte muss nicht schön sein oder begründet werden.

 

Wenn wir gemeinsam sticken wird das nicht schwer oder deprimierend. Im Gegenteil. Mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen ist beruhigend. Etwas Schönes zu erschaffen, erleichtert. Es gemeinsam mit anderen zu tun ist heilsam. 

 

Die gestickten Teile werden von mir aufbewahrt und sollen später zu einem größeren Kunstwerk zusammengefügt werden. Geplant ist, sie am Ende in einer passenden Form der Öffentlichkeit zu präsentiert. 

 „Das Gefühl der Zugehörigkeit ist in diesen Zeiten eine dringend benötigte Medizin. Tatsächlich schützt Zugehörigkeit das Herz vor vielen unvermeidbaren Herausforderungen des Lebens.“ –Francis Weller


Organisatorisches

Wir sticken gemeinsam in Biel oder Bern. Auch in anderen Städten, wenn sich ein*e Gastgeber*in findet. Die Treffen können in geschützten, geschlossenen Räumen stattfinden oder auch im öffentlichen Raum. Die Gestaltung der Stickrunde wird entsprechend angepasst. Dauer: 2 – 2,5 Stunden

 

Sticken braucht eine gewisse Ruhe & Langsamkeit. Alle achten darauf, wie sie zu dieser Ruhe & Langsamkeit beitragen können. Das Gestickte muss nicht schön sein oder begründet werden.

 

Mitzumachen kostet nichts und das Material wird zur Verfügung gestellt. Das Projekt soll allen zugänglich sein, die mitmachen möchten. Es versteht sich als Beitrag an das Gemeinwesen und nicht als Dienstleistung.

 

Der Ablauf:

  • Einführung und Einstimmung (ca. 10 Min.).
  • Kurze Vorstellungsrunde. Es ist jeder/jedem frei gestellt, ob sie/er sich zu seiner Trauer zu äussern möchte oder nicht. Die anderen hören aufmerksam zu, aber äussern sich nicht zu dem Gesagten (auch wenn es bei ihnen etwas auslöst).
  • Danach ca. 10 Min stiller Beginn mit der Stickerei. Gelegenheit für innere Reflexion.
  • Beim weiteren Sticken kann dann gesprochen und ausgetauscht werden. Dazwischen 1-2 stille Phasen. Wir führen keine politischen Diskussionen.
  • Abschluss mit Raum für Austausch und Rückmeldungen.

"Trauerarbeit ist Seelenarbeit. Es erfordert Mut, sich der Welt so zu stellen, wie sie ist, und sich nicht abzuwenden,sich nicht in ein Loch aus Bequemlichkeit und Betäubung zu verkriechen."

 

– Francis Weller